Ausflug der toten Mädchen
Nach der Erzählung von Anna Seghers
Anfang des 20. Jahrhunderts: Eine Mädchenklasse am Ende des Schuljahres genießt den Ausflug am Rhein mit Schiffsfahrt, frischem Blechkuchen und Kaffee. Erste Verliebtheiten werden sich zugeflüstert, innige Umarmungen von Freundinnen und Neugier auf das Leben flimmern zwischen den Wiesen und Wellen. Doch plötzlich sind die Haare ergraut, werden aus Liebe und Freundschaft Hass und Verachtung, aus Freundinnen Verräterinnen und Verratene, die in die Flucht oder ins Konzentrationslager getrieben werden.
Anna Seghers beschreibt in ihrer Erzählung, die 1944 im mexikanischen Exil entstand, wie ein politisches System sich in die Leben der Mädchen eingräbt und sie auseinanderbringt. Die Inszenierung erkundet die existenziellen Abgründe unter Freundinnen in einer Zeit gesellschaftlichen Terrors. Welche Konsequenzen für das eigene Leben wohnen dem Verrat inne? Wie verhalten wir uns, wenn das Böse beginnt, sich zu uns an den Tisch zu setzen?
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